Heute möchte ich euch ein wenig über das Ansitzangeln auf Zander berichten. Diesen Bericht habe ich schon vor einiger Zeit geschrieben, nur noch nicht geschafft, ihn auch live zu stellen. Aber heute, bei dem “Schiet Wetter” da draußen, habe ich endlich mal wieder Zeit was zu schreiben. Auf eure Anregungen und Erfahrungen freue ich mich.
Köder zum Angeln auf Zander
neben dem Spinnfischen ist das Ansitzangeln auf Zander sehr erfolgreich. Wie auch beim Spinnfischen entscheidet auch die Auswahl des Köders ob ein Zander an den Haken geht. Beim Ansitzangeln auf Zander ist der Köderfisch wohl „der Köder“ überhaupt. Jedoch stellen sich viele Angler die Frage welche Fischart und Größe man als Köder zum Angeln auf Zander verwenden soll. Zudem gibt es einige Möglichkeiten wie man einen Köderfisch für den Zander noch attraktiver machen kann. Im Folgenden geben wir praxisnahe Tipps wie man den Köderfisch zum Angeln auf Zander auswählt und präpariert.
Auswahl des Köders zum Angeln auf Zander
Sicher hat jeder erfahrene Zanderangler seinen eigenen, ganz speziellen Ködertipp zum Angeln auf Zander. Speziell zur Größe des Köderfisches gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Als unerfahrener Angler hat man es daher schwer. Daher erscheint es sinnvoll den Mageninhalt gefangener Zander zu untersuchen und die Beutefische zu bestimmen und abzumessen. Durch viele derartige Untersuchungen hat sich ein klares Bild ergeben. Zander erbeuten bevorzugt keine hochrückigen Fische wie Brassen sondern Fischarten wie Gründlinge, Barsche oder Rotaugen. Die Größe dieser Beutefische unterscheidet sich je nach Jahreszeit in der der Zander gefangen wurde. Im Sommer und während der Brutfischzeit erbeutet der Zander eher kleinere Fische mit einer Größe vom 6-10 Zentimeter. Im Winter sind die Beutefische um einige Zentimeter größer. Hier sind 8-15 Zentimeter üblich. Beim Angeln auf Zander sollte man sich daher an diesen Größen orientieren und im Winter größere Köderfische als im Sommer verwenden.
Köderfische vor dem Angeln aufpeppen
Wenn man nun den geeigneten, getöteten Köderfisch vor sich hat stellt man sich meist die Frage ob man ihn aufpeppen kann um ihn für die Zander attraktiver zu gestalten. Auch ohne Konzentrate und Geschmacksstoffe aus dem Fachhandel kann man den Zanderköder für den Zander attraktiv gestalten. Zuerst schuppt man den Köderfisch mit einem Messer, dann legt man diesen auf einen harten, aber ebenen Untergrund. Dann tritt man mit dem Schuh sehr vorsichtig drauf bis es einmal „Blöf“ macht. Nun ist die Schwimmblase und der Bauchraum aufgerissen und die Gedärme hängen aus dem Köderfisch. Der Duft der Innereien lockt die Zander auch über größere Entfernungen an den Angelplatz und sorgt dadurch für Erfolg beim Angeln auf Zander. Das Aroma der Innereien verbinden die Zander mit einem verletzten, leicht zu erbeutenden Fisches. Nun kann man an dem Köderfisch, seitlich an den Flanken, zwei bis drei Schnitte anbringen. Dadurch wird zusätzlich Aroma ans Wasser übertragen. Ein so präparierter Köderfisch ist ideal zum Angeln auf Zander da die Zander den Köder auch über größere Entfernungen wahrnehmen können und dadurch angelockt werden. Es ist jedoch zu beachten das die „Aromawolke“ nicht ewig anhält. Nach zwei bis drei Stunden sollte man den Köderfisch aus diesem Grund durch einen neuen ersetzen.