Micha von AngelJoe.de, ebenfalls ein alter Hase des Boddenangelns, gab mir bereitwillig Auskunft auf ein paar Fragen auf die Jagd nach den Räubern.
Wann ist deiner Meinung nach der beste Zeitpunkt zum Angeln auf den Boddengewässern?
Solange es eisfrei ist, bietet sich von Dezember bis Februar die wohl spannendste Angelei auf Hecht, da auch die großen Fische, jenseits der 1,10m-Marke den Weg aus der Ostsee in die Bodden gefunden haben und sich auch in guten Stückzahlen fangen lassen.
Mit was für Tackle „greifst“ du denn im Winter an?
Am liebsten Fische ich mit großen Gummifischen ab 23cm, um den Räubern eine interessante und lohnende Mahlzeit anzubieten. Hierfür nutze ich gerne eine „echte“ 100g-Rute in Kombination mit einer Spinnrolle der Größe 4000, die mit guter 0,15-0,19er geflochtener Schnur bespult ist. Gelegentlich sind Zusatzdrillinge nötig, um auch spitz beißende Fische erfolgreich zu Haken.
An manchen Tagen jedoch muss einfach auch mit kleineren Ködern bis 18cm gefischt werden, weil die großen „Lappen“ verschmäht werden. Jetzt kommen Ruten mit einem Wurfgewicht von 30-50g zum Einsatz. Auch die Rollengröße und die Schnurstärke werden nach unten hin angepasst.
Gibt es in der kalten Jahreszeit spezielle Köderfarben, die sich besonders bewährt haben?
Durchaus. Meine erfolgreichsten Köderfarben für die Winterangelei auf den Bodden sind „blau silber“, „feuergelb“, Naturdekors wie z.B. „Rainbow Trout“ und natürlich „Motoroil-Glitter“.
Fängst du deine Fische eher in den tieferen Bereichen, wie den Fahrrinnen oder lohnt es sich aus deiner Sicht auch flach zu Angeln?
Den größten Teil meiner Fische fange ich in Bereichen von 2,5 – 5,5m Tiefe. Aber es lohnt sich auch immer ein Versuch im Tiefen.
Vielen Dank für dein kleines Feedback und allzeit Petri Heil!
Übrigens: Michas Equipment findet ihr natürlich im Angelshop AngelJoe in Berlin oder unter www.angeljoe.de.